Achtsamkeit

Achtsamkeit und Aufmerksamkeit

Achtsamkeit und Aufmerksamkeit sind eng miteinander verbunden, aber nicht das Gleiche. Den Unterschied zu kennen lohnt ….

Alles greift nach unserer Aufmerksamkeit

Kennen Sie das? Ständig greift jemand oder etwas nach unserer Aufmerksamkeit. Das nächste Email, die nächste WhatsApp drängeln sich durch ein kleines Geräusch in unser Leben. Der Kollege aus dem Nachbarbüro steht vor uns und möchte „nur schnell“ über dies oder das sprechen. Unsere Kinder oder Freunde möchten eben mal etwas loswerden. Im Fernsehen wird während des Films eine Werbebotschaft eingeblendet.

Und unsere Aufmerksamkeit springt ständig hin und her

Dichte Termine, zunehmende Arbeitsbelastung, eine Flut immer neuer Informationen und ständige Erreichbarkeit für alles und jeden prägen unser berufliches, aber auch unser privates Umfeld in zunehmendem Maße.

Die Konsequenz: Unsere Fähigkeit, aufmerksam und fokussiert zu bleiben, nimmt ständig ab.

Alles hat seinen Preis

Aber auch ohne Störungen von außen sind wir in der Mehrheit unserer Zeit mit unseren Gedanken unterwegs. Beim Grübeln über die Vergangenheit oder über die Zukunft. Nur in einem kleinen Teil der Zeit sind unsere Gedanken bei der Tätigkeit, die wir gerade ausführen oder bei dem Menschen, der unser gerade gegenüber sitzt.

Wir sind dann nicht im Moment, nicht im Augenblick, nicht im Jetzt. Und das hat seinen Preis. Sowohl unsere Arbeitsleistung, als auch unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unser Wohlbefinden im Ganzen leiden darunter. Zahlreiche Studien belegen diesen Zusammenhang.

Und wie da herauskommen?

Achtsamkeit ist das Aussteigen aus dem Karussel der Ablenkungen und dem zwanghaften Grübeln über Vergangenes oder Zukünftiges. Die Achtsamkeit kann geschult, oder trainiert werden und stellt unser unmittelbares Erleben des gegenwärtigen Moments in den Mittelpunkt. Sich selbst bewusst sein, was jetzt gerade ist.

Ein Freiraum entsteht

Dieses bewusst werden ist ein erster Schritt, um das Aufmerksamkeits-Karussel zu verlangsamen und die Hoheit über sich selbst ein Stück zurück zu gewinnen. Es entsteht ein Freiraum in dem man den Herausforderungen des täglichen Lebens gelassener begegnen kann.

Was ist Achtsamkeit nicht?

Achtsamkeit ist kein „Wellness-Trend“. Es bedeutet nicht andächtig über Wiesen zu gehen und sich vegan zu ernähren. Achtsamkeit ist auch weder ein Glaube noch eine intellektuell zu verstehende philosophische Ausrichtung.

Wir alle haben diese Ressource „Achtsamkeit“. Bei kleinen Kindern lässt sich das noch sehr gut beobachten. Sie können ganz im Moment aufgehen und ganz mit dem verbunden sein, was sie gerade tun. Ohne darüber nachzudenken oder die Situation zu bewerten.

Und was ist Achtsamkeit nun?

Achtsamkeit heißt, aufmerksam zu sein was jetzt gerade passiert, in diesem Moment im Geist (unseren Gedanken), im Körper und in der äußeren Umwelt mit einer Haltung von Neugier und Freundlichkeit gegenüber uns selbst.

Es ist eine große Wachheit und Präsenz gegenüber dem eigenen äußeren und inneren Erleben. Und das ist die Basis für bewusste, eigene Entscheidungen, für bewusstes Handlen (oder Nicht-Handeln) und bringt uns zurück an den Steuerknüppel unseres eigenen Lebens.

„Potenziale entfalten durch Achtsamkeit“

Die Schulung, oder wem das besser gefällt, das Training von Achtsamkeit ist möglich – aber eben auch notwendig. Die gute Nachricht: Es lassen sich auch sehr schnell Fortschritte erreichen.

Ganz gleich, ob uns ein stressgeplagtes Leben, ständige innere Unruhe, chronische Schmerzen, ein Burnout oder die Lust auf ein intensiveres und selbstgesteuertes Leben Menschen zur Achtsamkeits-Praxis führt, Achtsamkeit lässt uns unsere eigenen Potenziale besser entfalten.